Mich wundert es wirklich, die offensichtliche Schizophrenie der, nennen wir sie Online Revoluzzer, oder Netz Aktivisten, die hochpolitische, wirklich spannende Podcasts produzieren und diese dann allen Ernstes bei itunes veröffentlichen. Vor nem Jahr hab ich auch mal gedacht, apple ist ja eigentlich ganz cool. SIeht schick aus, kaufst du dir auch mal so’n Teil. Soll ja auch alles geil funktionieren …
Das itunes nicht mit meinem Sony mp3-Player redet wußte ich vorher schon, aber dass ich für die simple Anmeldung bei itunes meine Kreditkarten Credentials angeben muß … WTF Hallo? Da fehlt mir wirklich jedes Verständnis. Mir kommt der Gedanke, dass es sich um eine großangelegete Verschwörung handeln könnte (siehe Futurama - EyePhone S06E03). Bei meinem letzten Besuch in der Großstadt sind mir an jeder Ecke diese apple Zombies begegnet. Mir scheint, dass es sich um eine Art dekorative Arbeitssimulation handelt. Möglicherweise aber auch einfach nur eine verschleierte Überwachnungsaktion??

Es ist so wie mit den Weihnachtsfeiertagen, plötzlich und unerwartet sind sind sie da und keiner hat es gemerkt oder gar gewußt. Darauf konnte niemand vorbereitet sein! Darauf kommt ja keiner, dass sich das Wetter ändern könnte. Städte und Gemeinden, chronisch klamm, haben sich aufgrund der in den letzten Jahren teilweise extrem milden Winter dazu verleiten lassen einfach nicht vorbereitet zu sein. Und so kommt es, dass ein wenig Schneefall mit einer anschliessenden relativ schwachen Frostperiode, hier sind es gerade -2 °C, die nationale Logistik ins relative Chaos stürzen. Auch die Bahn ist vollkommen überrascht davon, dass Schneeflocken durch die Luft fliegen und so die empfindliche Elektronik der Züge lahmlegen [link]. Eine Nation ginge zu Fuß, wenn sie denn könnte. Zentimeterdicke durch zahllose Fusstritte verdichtete Schneeflächen haben sich zu einer spiegelglatten Eisfläche gewandelt und bedecken seit Tagen die Gehwege. Abmahnungen an die zuständigen Vermieter, zumindestens hier in der Gegend, Fehlanzeige. So ist es dem Einzelnen überlassen, sich ggf. darum zu kümmern und am Besten noch gleichzeitig den vom Vermieter aufgedrückten Winterdienst zu bezahlen, der leider nicht ausreichend tätig wurde. Aber Rettung ist nah, die FDP fordert eine nationale Streusalzreserve [link], damit unserer hochgezüchteten Industrienation künftig die Schmach erspart bleiben möge, wegen 1 m Schnee in den Verkehrskollaps zu stolpern. Verkehrsminister Ramsauer prüft und bei der Bahn taut es [link]. Nach dem Pulverschnee folgt der Schotterflug. Faszinierend. Im Herbst wird ohne Zweifel wieder feuchtes Laub auf den Schienen für die Verspätungen verantwortlich gemacht.werden [link]. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Für die Vielzahl an virtuellen Identitäten, Logins, Screennames usw. pflege ich seit einiger Zeit eine Tabelle, weil ich sonst Teile meines virtuellen Selbst vergesse. Was mein Gehirn offenbar zwischenzeitlich selbsttätig löscht, weil es unnötig ist, kann seit einiger Zeit auch nachhaltig aus dem vielzitierten Web2.0 entfernt werden. Über folgende Links bin ich gestolpert, als ich eigentlich etwas ganz anderes suchte.
http://suicidemachine.org
http://www.seppukoo.com

Zentrale Eckdaten des Lebens wollen überstanden werden. In der historischen Altstadt Lübecks tobte bis vor 2 Tagen trotz DER Wirtschaftskrise (<- kaum gegoogled, schon eine Selbsthilfegruppe gefunden) noch der Weihnachtseinkaufswahnsinn. Immerhin, DER Einzelhandel vor Ort scheint zufrieden. Woanders sieht man das offenbar kritischer und propagiert den <<Buy Nothing Day>> . Ob’s hilft?

Immerhin gibt es seitein paar Jahren eineinteressante, wenn auch nicht weniger bevölkerte Alternative. Das holy.shit.shopping. Eine spannende Veranstaltung, mittlerweile neben Berlin auch in Stuttgart und Hamburg zu finden.
Guten Rutsch und immer schön auf die Füße achten.

Vor einiger Zeit habe ich mich dazu verstiegen, mir die aktuellen mp3s eines gewissen Daniel Merriweather zuzulegen, da die Songs nach einem ersten oberflächlichen Hören sehr interessant schienen. Nach dem nun etwa 10 mal kompletten Durchhören geht einem die überaus cleane Produktion doch ziemlich auf Nerven. Statt Love & War wäre Käsebrotedition der passendere Titel.

In die Katergorie Ärgernis fällt auch die Aktion Herta-Müller-Atemschaukel-ebook-für-umsonst. Zunächst ganz angetan von dieser ungeahnten Offenheit des deutschen Buchhandels, wollte auch ich mir besagtes ebook-for-free herunterladen, um als Abwechslung zum üblichen Einerlei mal “echte” Literatur auf’s e-Ink Display zu bekommen. Der in meinen Augen äußerst abschreckende Libreka Webstore und die DRM vernagelte Version des Buches haben mich aber schlagartig davon abgehalten. Sowas sollte man schlicht nicht unterstützen.

Nun zur Abwechslung mal was richtig cooles aus Norwegen. Jungs mit echt viel Zeit und einer witzigen Idee, haben sich intensiv Gedanken darüber gemacht, wie man unsichtbares sichtbar machen kann. nearfield.org
Der Urlaub ist leider, sehr leider schon länger vorbei. Es war zwischendurch so malerisch und so kitschig, dass wir der festen Überzeugung gewesen sind, uns in einer Disney Filmkulisse zu befinden. Die Reise begann in Göteborg mit heftigem Bodennebel. Glücklicherweise lagen die Schweden nach einer rauschenden Mittsommar-Party scheinbar alle noch im Koma, auf den Straßen war fast nix los, nur die Sonne ging irgendwann auf …
… und einige Tage später wurden wir zusammen mit einem recht mürrischen Ehepaar aus den Niederlanden am Ende der Welt ausgesetzt.

Wir haben ihnen ausreichend Vorsprung gelassen, so dass wir den beiden erst gegen Ende der 7-tägigen, 100 km langen Paddeltour wieder über den Weg gelaufen sind.

Es war sehr spannend herauszufinden, wo man überall ein Zelt aufschlagen kann, wenn das Wasser nur niedrig genug ist …

Zwischendurch an Land …

… halb im Wasser …

… und zum Schluß zurück in der Zivilisation …

Der Sommer ist vorbei, die ersten 5 Schneeflocken sind gefallen und man denkt mit Wehmut an die wilden Tiere des Sommers zurück.

Unschuldige Passanten werden angefallen während kleine Frösche Salti schlagen.

So langsam wird es warm, ich muss oft niesen und die zahlreichen Singvögel randallieren im Garten. Das waren irgendwie noch nie so viele und man hat den Eindruck, dass sie immer zutraulicher werden. Letztens saß eine Amsel auf dem Balkongeländern und hat uns inspiziert als wollte sie sagen: Na ihr habt auch schon mal besser ausgesehen.

Allerdings scheint der Frühling nicht für alle zum Vorteil zu sein, wie dieses wunderbare Beispiel der nonverbalen Kommunikation zeigt.

Ausserdem ein neuer Beitrag zum Thema seltsame Schilder oder besser seltsame Namen auf Schildern oder noch besser, der Name ist Programm:

Ja in der Tat, der nimmt für’s Reden Geld.
Auch die schönste Reise nimmt einmal ein Ende und man/frau ist wieder daheim in der Heimat und wird sogleich mit den brennenden Problemen der näheren Umgebung konfrontiert. Dem Parkplatzproblem.

Seit Januar wird bei uns um die Ecke eine Brücke erneuert, weil Lübeck endlich elektrifiziert wird. Ja ganz richtig, Lübeck bekommt elektrischen Strom und man wird in Zukunft mit echten ICEs in den Hauptbahnhof einfahren können. ANgeblich gehen die ICEs dann sogar bis Travemünde. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe.
Apropo sehen …
Es ist nachwievor verblüffend, was sich so auf Klingelbrettern anfindet.
Ansonsten ist nicht so irre viel los in der Stadt, seltsame Leute gibt es ja überall:

Ach ja, die Sonne hat auch hier zwischendurch schon geschienen:

Vor einiger Zeit war ich das allererste Mal in China bzw. Shanghai. Man hat mir glaubwürdig versichert, das sei nicht dasselbe. Zusammenfassend kann man sagen, Shanghai ist eine echt große Stadt. Und auch hoch. Man sieht zwischenzeitlich vor lauter Häusern den Weg nicht mehr. Ich hätte nicht gedacht, dass man ein 40-stöckiges Gebäude mit teilweise beleuchteter Fassade (mein Hotel) aus den Augen verlieren könnte.

Ich war mit ein paar Kollegen dort und unsere erste Tat war natürlich, nachdem uns der Betriebsarzt ausführlich vor den Gefahren chinesichen Essens gewarnt hatte, einen der örtlichen Imbisse aufzusuchen. Im Internetreiseführer stand, man solle da hingehen, wo die Schlange am längsten sei. Wir haben 20 Minuten auf unsere “dumblings” warten müssen und wurden wahrlich nicht enttäuscht. Sehr lecker und sehr günstig.

Tragischerweise handelte es sich um eine Dienstreise, so dass nur die späten Abende blieben, um sich ein wenig von der beeindruckenden Gegend anzusehen. In Shanghai wird ununterbrochen gebaut und viele traditionellen Stadtteile existieren überhaupt nicht mehr, sondern mussten z.T. sehr schicken Wolkenkratzern weichen. Aus diesem Grund war ein Abend den düsteren Hinterhöfen des Yu-Garden und des alten Fischmarktes gewidmet, da Teile dieser Bereiche demnächst nicht mehr existieren werden.

Zum Abschluss haben wir dann noch einen Blick aus dem 87. Stock des höchsten Hotels der Welt in die Lobby desselben getan, die sich im 53. Stock des Jinmao-Tower befindet. Faszinierenderweise ist das Hochhaus an dieser Stelle hohl, so dass man den gesamten Hotelbereich sehen kann. 
Zurück zum Hotel haben wir die sogenannte “Stehfähre” über den HuangPu-Fluss genommen. Interessanterweise fahren auf dem HuangPu die Frachtschiffe annähernd unbeleuchtet. Eine klitzekleine Positionsleuchte und sonst nichts. Dafür sind die “Partyschiffe” um so beleuchteter.

Die Shanghainesen waren alle sehr nett, die Ein- und Ausreise erstaunlich unproblematisch mit freundlichen Zollmenschen, die mit großem Abstand mieseste Behandlung habe ich am Frankfurter Flughafen bei der Einreise erlebt. Die dortigen Beamten waren an Mißmutig- und Unfreundlichkeit nicht zu übertreffen. Da bekommen internationale Reisende sogleich den richtigen Eindruck.